Qigong („Die Kunst des Atmens“) kombiniert Konzentrations- und Atemübungen, um das Fließen des Qi im Körper zu fördern. Qigong findet seine Wurzeln in China, wo nachweislich schon die Taoisten in der Warring Periode (403 – 221 v. Chr.) zur Behandlung und Vorbeugung bestimmter Krankheiten Übungen für Körper und Geist sowie Atemübungen einsetzten.

Eine der ältesten Qigong-Übungskombinationen, die aber heute immer noch praktiziert wird, ist unter dem Namen „Spiel der fünf Tiere“ bekannt. Im Laufe der Zeit entwickelten sich aber auch weitere Übungskombinationen wie z. B. die Acht- und die Zwölf-Brokat-Übungen.
Insbesondere diese fanden große Verbreitung aufgrund ihrer krankheitsvorbeugenden Wirkungsweise.
Das „Spiel der fünf Tiere“ kann Ihnen die starken Knochen eines Tigers, die Kraft eines Bären, die Flinkheit eines Hirsches, die Wendigkeit eines Affen und die Anmut eines Kranichs geben.

Trotz der Vielfalt und Verschiedenheit der jeweiligen Qigong-Übungen, sind ihre Grundlagen doch im wesentlichen stets gleich. Damit ist gemeint, dass bei jeder Qigong-Übung zum einen immer auf die Schulung der o.g. „drei Säulen“* geachtet wird, zum anderen stets die „Korrektheit“ gefordert ist, d.h. die korrekte Körperhaltung und die exakte Bewegung.

Die drei Säulen des Qigong (*)

Körper
Eine fast ausschließliche vertikale und gerade Haltung der Wirbelsäule, um einen ungehinderten Fluss des Qi zu ermöglichen.

Geist
Eine innere Gelassenheit muss sich einstellen, um eine positive Wirkung auf das Nervensystem zu erreichen.

Atmung
Qi entsteht und fließt durch richtiges Atmen und kann so positiv auf Geist und Seele wirken.

Die „richtige“ Auswahl aus der Mannigfaltigkeit der verschiedenen Qigong-Übungen ist daher bestimmt durch das Ziel, das man durch Qigong erreichen möchte.